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AchtsamKai

Achtsamkeit.

„Wer innehält, erhält innen Halt.“

Zitat von Laotse

Entdecke die sinnliche Seite der Achtsamkeit.

Was es ist.

Achtsamkeit – bewusst (Er)leben

Achtsamkeit bedeutet nicht, behutsam über Wiesen zu gehen, andächtig Gemüse zu kauen oder stundenlang reglos zu sitzen. Du musst dir auch nicht den Kopf rasieren oder anfangen, Blumen im Haar zu tragen.

Achtsamkeit ist auch keine Philosophie, die es intellektuell zu verstehen gilt, oder ein Glauben, dem man sich beugen muss, um davon zu profitieren.

Achtsamkeit ist eine natürliche Ressource, die jeder Mensch bereits besitzt. Es ist der Raum, in dem wir den gegenwärtigen Moment wahrnehmen, ohne über ihn nachzudenken oder ihn zu bewerten.

Achtsamkeit ist eine Art Wachheit, die das äußere und innere Erleben beobachtet, ohne es durch unsere Erfahrungen, Sichtweisen oder Konzepte zu verzerren.

Achtsamkeit lässt uns zu unseren Sinnen kommen, denn nur, wenn wir sinnlich wahrnehmen, werden wir uns der Fülle des Lebens bewusst.

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Warum es lohnt.

Achtsam macht Sinn(lich).

Achtsamkeit bringt uns in Verbindung: mit uns selbst, dem gegenwärtigen Moment und den Möglichkeiten, die im nächsten Schritt liegen.

Kontakt

In Verbindung mit uns selbst.

Unsere Welt ist perfekt vernetzt. Die Verbindung zu uns selbst ist jedoch irgendwann abgerissen. Wir trimmen und optimieren unser Äußeres, haben aber verlernt, uns mit unserem Innersten zu verbinden und in uns hinein zu spüren.

Achtsamkeit verbindet uns körperlich und emotional mit uns selbst, ohne zu bewerten. Das schafft die Grundlage, um mit unseren Empfindungen, Gefühlen und Gedanken in einen annehmenden Kontakt zu kommen. Wir können spüren, wie es uns geht und was wir brauchen.

Präsenz

Genau im richtigen Moment.

Die meiste Zeit des Tages Lebens verbringen wir in Gedanken. Wir sorgen uns um unsere Zukunft oder flüchten in goldene Visionen unseres Selbst. Genau genommen sind wir nie da anwesend, wo das Leben wirklich passiert: im Hier und Jetzt.

Achtsamkeit ist Entschleunigung. Sie hilft uns, den gegenwärtigen Moment klar und unmittelbar wahrzunehmen. Aus diesem lebendigen Kontakt schöpfen wir Freude und Zufriedenheit.

Klarheit

Im Autopiloten durch die Wand.

Wir sind nicht nur in Gedanken gefangen, sondern betrachten das Leben auch durch einen Schleier an Konzepten. Stressige Situationen interpretieren wir stets gleich, schalten auf Autopilot und steuern in festgefahrenen Mustern Richtung Abgrund.

Achtsamkeit allein wird dieses Verhalten nicht ändern. Aber sie kann es uns bewusst machen. Wir entwickeln die Fähigkeit innezuhalten und zu reflektieren und bemerken Raum zwischen Auslöser und Reaktion.

Frieden

Das Leben gibt’s geschenkt.

Überall wird uns das Glück versprochen. Haben wir keins, fühlen wir uns elend. Kurz: Wir verbringen unser Dasein auf der Jagd nach Vergnügen und auf der Flucht vor Schmerz.

Achtsamkeit lässt uns den endlosen Kreislauf aus Verlangen und Abneigung erkennen. Wir entdecken, dass der gegenwärtige Augenblick bereits voller Lebendigkeit steckt.

Freiheit

Auf der Jagd nach uns selbst.

Das Leben gleicht einem Wettrennen. Wir multitasken uns von Deadline zu Deadline und haben Stress zum Statussymbol ernannt. Aber wohin rennen wir – und was, wenn wir ankommen?

Achtsamkeit ist die Insel inmitten des Treibens. Wir können bewusst aussteigen, bei uns selbst einkehren und das Leben für einen Augenblick von außen beobachten. Damit wird Achtsamkeit zum Freiheitsbegriff.

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Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tunund andere Ergebnisse zu erwarten.

Albert Einstein

Wie man’s wird.

Achtsam sein und achtsam bleiben.

Achtsamkeit kann man nicht herbeidenken, man muss sie spüren. Als natürliche Ressource ist sie auch nichts, was wir uns verdienen müssen: Sie steht uns allen gleichermaßen zur Verfügung.

Das bedeutet aber nicht, dass man ab jetzt einfach achtsam sein könnte. Achtsamkeit kann man zwar relativ einfach erfahren, aber es ist nicht leicht, sie zu halten.

Von Natur aus neigen wir dazu abzuschweifen. Um die Qualitäten der Achtsamkeit in unserem Leben zu nutzen, müssen wir sie durch Übung verfeinern.

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Wie man übt.

Achtsamkeits­training ist Praxis.

Mit dem Studium der Achtsamkeit verhält es sich ähnlich wie mit dem Erlernen eines Instruments: Musiktheorie allein macht noch keinen Ton. Man muss sich mit seinem Instrument vertraut machen, immer wieder üben und darf sich von Rückschlägen nicht entmutigen lassen.

Um zu lernen, wie wir aus unserem beständigen Tun in einen Modus des Seins wechseln, Zufriedenheit und Akzeptanz kultivieren und Raum für neue Wege erkennen, brauchst du keine Geheimsilben zu singen oder im Büro im Schneidersitz zu sitzen.

Eine grundlegende Technik des Achtsamkeitstrainings ist die Achtsamkeitsmeditation.

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