The core skill of meditation is showing up.

Bodhipaksa

Erfahren Sie mehr über Meditation.

 

Meditation

Augenblick mal.

Nicht, was du denkst.

Einfach aber nicht leicht.

Hohe Kunst – tiefes Fundament.

Fakten für Skeptiker.

Was sie ist

Augenblick mal!

Es gibt viele Arten von Meditationen, Traditionen, Stilen, Lehrern und Ansichten. Dabei beschreibt Meditation grundsätzlich, in Stille mit dem zu sein, was gerade ist. Ganz gleich ob wir dabei im Lotus sitzen, ein Mantra vor uns her beten oder laut schnaufend mit dem ganzen Körper vibrieren.

In der Meditation geht es darum, ganz bewusst den gegenwärtigen Augenblick wahrzunehmen. Sich immer wieder im Jetzt zu verankern, ganz gleich, ob man sich dafür auf den Atem, eine Kerzenflamme oder die Stille konzentriert.

Es geht in der Meditation um eine Hinwendung zum Sein. Mit dem zu sein, was sich im Moment zeigt, ohne etwas zu tun. Ohne etwas verändern zu müssen oder loswerden zu wollen. Ganz gleich, wie der Atmen fließt, die Gedanken sprudeln oder die Nase juckt.

Es geht prinzipiell darum, zu erwachen. Anstatt in einem von Sorgen und Hoffnungen geschwängerten Dämmerzustand darauf zu warten, dass das Leben beginnt, kommen wir zu unseren Sinnen, spüren wir unsere Lebendigkeit und die Verbundenheit mit dem Leben, ob wir nun im Gebet sitzen, monoton summen oder den Atem zählen.

Grundsätzlich kann man immer und ständig meditieren bzw. bewusst den Augenblick wahrnehmen, also gegenwärtig und präsent sein.

Im Grunde heißt Meditation nichts anderes, als ganz bewusst bei dem zu sein, was man gerade tut, fühlt und empfindet.

Beim Mails checken ist man sich dessen bewusst, dass man E-Mails liest. Beim Staubsaugen weiß man, dass man gerade Staub saugt und beschwert man sich über die nervigen Nachbarn, ist man sich darüber im Klaren, dass man gerade die Nachbarschaft verflucht.

Sich bewusst zu sein, was man gerade macht, ohne sich dabei in Gedanken, Sorgen oder Vorstellungen zu verlieren, beschreibt einen meditativen Zustand.

Als Beginnende ist es jedoch hilfreich, mit einer formalen Praxis zu starten und im ungestörten Zeit-Raum eine einfache Technik zu nutzen, die uns damit vertraut macht, was es überhaupt bedeutet, im Moment gegenwärtig zu sein.

Unsere Gedanken finden schnell wichtige Gründe, uns immer wieder aus der Gegenwart zu reißen. Mit Bewertungen der Situation, dem unaufhörlichen Impuls etwas tun zu müssen und ziemlich guten Argumenten gegen tiefes Ein- und Ausatmen, anstatt sofort und impulsiv auf die Nachbarn zu schimpfen.

Sich auf den Augenblick konzentrieren, ohne sich in Gedanken oder Automatismen zu verlieren, muss man trainieren. Und genau da setzt eine gute Meditationspraxis an.

 
Achtsamkeitsmeditation

Es ist nicht,
was du denkst

Sicher haben Sie bereits einiges über Meditation gehört, sonst hätten Sie es nicht bis hier her durch diesen Text geschafft. Das bedeutet auch, dass Sie wahrscheinlich eine Menge Ideen und Assoziationen mit diesem Wort verknüpfen. Einige davon gehören möglicherweise zu speziellen Meditationssystemen und wieder andere in das Reich der Mythen und Märchen. Erfahren Sie was Meditation nicht ist:

 
Superkraft

Freies Schweben ist nicht das Ziel der Meditation und Sie werden auch keine yogischen Superkräfte entwickeln. Es geht um Konzentration und Bewusstsein.

Entspannung

Entspannung ist zwar ein Schlüssel, doch in der Achtsamkeitsmeditation geht es um Betrachtung von dem, was ist. Das kann manchmal etwas weniger entspannend wirken.

High-Sein

Gute Gefühle können Sie einfacher haben. Meditation kann sich gut anfühlen, aber Euphorie ist ein Nebenprodukt. Die Suche nach Glückseligkeit bringt Anspannung.

Gedankenlos

Es geht in der Achtsamkeitsmeditation nicht darum, Gedanken loszuwerden oder erhabene Gedanken zu formen, sondern zu sehen, was da ist. Was kommt, kommt. Es ist sehr einfach.

Selbstsüchtig

Sie denken nicht nur an sich, sondern werden sich ihrer egoistischen Elemente bewusst. Sich davon zu reinigen, ist keine selbstsüchtige Aktivität.

Problemlöser

Meditation ist kein Allheilmittel oder löst Probleme sofort. Kleine Veränderungen kommen schnell, aber für eine tiefe Wirkung braucht es Geduld. Bereits eine wertvolle Lektion an sich.

Weglaufen

Es geht nicht um Flucht vor dem Leid, sondern um Zuwendung zur Realität – über das Leiden hinaus. Denn nur, was man vollständig akzeptiert, kann man verändern.

Abfinden

Meditation bedeutet nicht, untätig herumzusitzen und einfach alles zu erdulden. Aber etwas zu akzeptieren, lässt uns bewusst handeln anstatt blind zu reagieren.

Glauben

Sie müssen weder Blumen im Haar tragen noch sich den Kopf rasieren. Meditation kann man nicht glauben – man muss sie praktizieren und erfahren.

Wie sie geht

Einfach aber 
nicht leicht

Gute Meditation bedeutet zunächst einmal: einfache Meditation. Ohne teures Mantra, schwierige Geheimsilben und spirituelles Beiwerk.
Schon vor über 2500 Jahren wurde eine Art der Mediation entwickelt, die wenig mit Glauben und viel mehr mit Technik zu tun hat: Die Achtsamkeitsmeditation – auch Einsichts- oder Vipassana-Meditation genannt.

In dieser Meditation schulen wie den Geist darin, sich im Augenblick zu verankern, indem wir unsere Aufmerksamkeit jeweils auf den momentanen Atemzug richten. Schweift der Geist ab und wir bemerken dies, bringen wir die Aufmerksamkeit zurück zum Atem. Mit dieser einfachen Methode und viel Geduld trainieren und stärken wir unseren »Achtsamkeit-Muskel«.

Eine sehr einfache Technik, die jedoch nicht leicht ist. Wer schon einmal probiert hat, sich für ein paar Momente ohne Unterbrechung auf den Atmen zu konzentrieren, wird schnell festgestellt haben, dass unser Geist ein Eigenleben führt. So wie das Herz Blut durch unseren Organismus pumpt, so produziert der Geist Gedanken.

Meditation macht uns zunächst einmal bewusst, mit welcher Menge und Kraft unser Geist Gedanken erzeugt. Diese Wellen lassen sich nicht stoppen – aber man kann lernen sie zu surfen. Man kann lernen zu erkennen, dass unter den Wellen eine tiefer, ruhiger Ozean liegt.

Gute Meditation endet jedoch nicht bei reiner Konzentration. Wem nützt es, wenn man irgendwann 60 Minuten konzentriert im Lotussitz den eigenen Atem beobachten kann. Achtsamkeitsmeditation benutzt die Konzentration auf den Atem als Werkzeug, um ein Bewusstsein für Körper, Sinne, Geist und Herz zu schaffen.

Lernt man sich zu konzentrieren und sich dieser inneren Bausteine bewusst zu werden, kultivieren wir Achtsamkeit in unserem Alltag und das Leben wird sinnlich erfahrbar. Es entsteht Raum für kreatives Handeln fern ab von destruktiven Automatismen. Uns beginnt zu dämmern, dass die Welt ein Abbild unserer Gedanken ist und wir einen wesentlichen Einfluss auf unsere Wahrnehmung haben. Wir können es schaffen, die Illusion zu durchschauen und damit beginnen, die Wahrheit zu erkennen.

 
Warum sie hilft

Hohe Kunst und tiefes Fundament

Über die positiven Effekte der Meditation kann man viel lesen. Sie gilt im Moment als Allheilmittel. Unachtsam, gestresst? Mediation hilft! Sorgen, Ängste, Depression? Ab aufs Kissen! Das Bein gebrochen? Meditiere darüber!

 

Neben all den viel beworbenen Vorteilen, die es mit sich bringt, täglich Zeit in Stille zu verbringen, geht es jedoch auch darum, zu erwachen.

Wach zu sein für sich selbst und das Leben. Zu bemerken, wie geht es mir. Was spüre, denke, fühle und tue ich hier eigentlich (seit so und so vielen Jahren)? Denn nur wenn ich weis, wie es mir geht, kann ich wissen was ich brauche.

 

Es geht darum, dem Leben präsent und mit Achtsamkeit zu begegnen. Zu (seinen) Sinnen zu kommen und die eigene Lebendigkeit zu erfahren. Das Leben mit allen Möglichkeiten und Einschränkungen anzunehmen. Zu erkennen, das Bein ist zwar gebrochen aber ich atme noch, anstatt sich in Schuldzuweisungen und Selbstmitleid zu verlieren.

Regelmäßige Mediation hilft uns dabei zu erkennen, wie viel Zeit wir in Gedanken verbringen. In Hoffnungen oder Sorgen gefangen, die Sicht auf das Jetzt durch Erinnerungen oder Reue getrübt. Wir entwickeln ein Bewusstsein für unsere Bewertungen und Ansichten und unser damit erschaffenes Weltbild. Wir erkennen, wie viel Energie wir verschwenden, um uns unangenehme Dinge vom Hals zu halten und angenehmen Dingen hinterher zu jagen.  

Sitzen wir etwas länger, entdecken wir vielleicht sogar, dass jedes Tun dem Sein entspringt und finden die immerwährende Stille hinter der Bewegung.

 

Meditation kann man somit als höchste Kunstform oder tiefgreifende Basis betrachten. Als das Fundament, für die Kunst zu leben.

 

So mag sie nicht direkt dabei helfen, ein gebrochenes Bein zu heilen, hat jedoch die Macht, die Weile im Krankenbett in eine wertvolle und heilsame Zeit zu transformieren und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit, wobei wir wieder bei den Vorteilen wären.

 
Was sie kann

Fakten für Skeptiker

Neben all den schönen aber nicht meßbaren Worten ist die positive Wirkungen von Meditation auf Körper und Geist inzwischen unumstritten durch unzählige klinische Studien belegt. Eine kleine Auswahl finden Sie hier.

Meditation befreit von Stress

Durch Meditation fühlt man sich nicht nur weniger gestresst. Meditation verringert nachweisslich die Ausschüttung des Stress-Hormons Cortisol.

Meditation verändert das Gehirn positiv

Regelmäßige Meditation stärkt die Großhirnrinde. Das Gehirn altert nicht nur langsamer – auch Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung nehmen zu.

 

Regelmäßige Meditation hat Einfluss auf unsere Hirn-Physiologie und Anatomie. Das Gehirn verändert sich bis ins hohe Alter. Man spricht dabei von Neuroplastizität.

Meditation wirkt bei Depressionen

Meditation ist ein wirksames Mittel bei Depressionen und Angststörungen und wird als ähnlich wirksam beschrieben, wie kognitive Verhaltenstherapie.

Meditation lindert Schmerzen

Meditation senkt nachweislich die Schmerzintensität. Und da sie sich gleichzeitig positiv auf unsere Stimmungslage auswirkt, heilt sie auch gebrochene Herzen.

Meditation verbessert den Schlaf

Meditation befreit den Geist von Gedanken und Sorgen, die uns am einschlafen hindern. Laut Studien schlafen meditierende Menschen besser.

Meditation tut (allen) gut

Menschen die meditieren sind mitfühlender, wie Forscher nachweisen konnten. Meditation führt zu einem ausgeprägteren Bedürfnis, Gutes zu tun.

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