Krieg und Frieden

Im Angesicht des Tagesgeschehens, füllt sich das Internet rasant mit Protest gegen Krieg. Zurecht: Aktive Friedensarbeit kann mit Protest beginnen – nachhaltige Friedensarbeit braucht Bewusstheit.


Auch wenn klar ist, dass sich hinter den meisten Konflikten Wirtschaftsmacht-Interessen verstecken, liegt die Wurzel für Krieg etwas tiefer und in jedem Einzelnen von uns.


Unser Alltag steckt voller Konflikte und für gewöhnlich rechtfertigen wir den Gegenschlag. »Wir sind im Recht! Der Andere hat angefangen! Ich verteidige mich nur!«


Betrachten wir diese persönlichen Konflikte im Maßstab wundern wir uns vielleicht weniger darüber, warum Länder, Völker oder Religionen nur selten lange in Frieden leben oder ihre Konflikte niederlegen.

Unsere eigenen, unbewussten Schattenseiten wirken sich maßgeblich auf das Weltgeschehen aus. Gier, Neid, Angst oder Wut sind kraftvolle Auslöser für Kriege jeglichem Maßstabs.


»Ich soll Schuld am Krieg sein? Dem AchtsamKaits-Heini werde ich jetzt mal deutlich machen, was Krieg ist!«


Was vielleicht erst einmal anmaßend klingt – birgt jedoch die Chance, nachhaltige Friedensarbeit zu leisten.

Sie beginnt damit, ab heute genau zu beobachten, in welchen Situationen Du Krieg führst. Wo möchtest Du Machtverhältnisse sichern oder verändern? Wo fühlst du dich missverstanden und greifst an? Wo erreichtest Du Grenzen, weil Du Angst bekommst? Wo schlägst Du zurück, weil Du dich verletzt fühlst?


Was würde geschehen, wenn du dir deiner kriegerischen Impulse bewusst wirst? Würdest du gegen dich selbst in die Schlacht ziehen? Würdest du deine Eltern verantwortlich machen? Dich von deinem Schatten abwenden und mit Protest ablenken?


Oder würde dir bewusst werden, dass die Tendenz zum Krieg – aber auch die Möglichkeit zum Frieden, in dir selbst liegen?

Würdest du noch heute beginnen, den Geist in Mediation zu trainieren, um den Menschen in deinem Leben weniger kriegerisch zu begegnen? Würdest du das Herz in Mitgefühl üben, um Vergebung zu ermöglichen?


Mit diesen Maßnahmen, änderst du vielleicht nichts an der aktuellen Krise aber sorgst wirksam und heilsam für mehr nachhaltigen Frieden in der Welt.

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